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So übersetzen Sie Adobe Experience Manager-Inhalte

So übersetzen Sie AEM-Seiten / So übersetzen Sie Adobe Experience Manager Assets

Als Marketing-Professional sind Sie darauf angewiesen, Inhalte so erstellen und publizieren zu können, dass diese all Ihre Kunden und Interessenten erreichen – unabhängig davon, wo auf der Welt sie sich befinden. Und dabei soll selbstverständlich die Identität Ihrer Marke erhalten bleiben. Adobe Experience Manager (AEM) unterstützt mehrsprachige Assets. Doch dies ist nur ein Teil der Lösung.

Was ist der effektivste Weg, um Ihre AEM-Inhalte zu übersetzen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Übersetzungsprozess zu steuern. Am effektivsten ist jedoch ein Übersetzungsmanagementsystem (Translation Management System; TMS). Moment … Was genau ist ein TMS? Ein TMS ist eine Plattform, mit der Sie Ihre lokalisierten Inhalte organisieren, automatisieren, übersetzen und verfolgen können – und all das in einem zentralisierten Ökosystem. Durch die Integration von Adobe Experience Manager AEM in ein TMS profitieren Sie von einer reibungslosen und sicheren Übertragung Ihrer Inhalte zwischen den Plattformen. Damit ist gewährleistet, dass Sie qualitativ hochwertige und konsistente Übersetzungen schnell in neuen Märkten nutzen können.

Wenn Sie mehr über die Übersetzung von AEM-Seiten erfahren möchten, sind Sie hier an der richtigen Stelle. Lesen Sie weiter, um mehr über verschiedene Übersetzungskonfigurationen, die Vorteile bei der Verwendung eines TMS und die Konzeption Ihres Übersetzungsworkflows zu erfahren.

Die Auswahl der passenden Übersetzungskonfiguration

Abhängig von der Größe Ihres Unternehmens und den verfügbaren Ressourcen gibt es hier verschiedene Optionen. Die zwei gängigsten Ansätze sind:

  • Übersetzung im Unternehmen:

Interne Übersetzungsteams können qualitativ hochwertige Übersetzungen erstellen. Sie verfügen in der Regel über gute Kenntnisse Ihrer Marke sowie der Produkte oder Dienstleistungen und können sich problemlos an die Anforderungen Ihres Unternehmens anpassen. Für die Verwaltung der Lokalisierungsprozesse benötigen Sie internes Fachwissen – in der Regel in Form eines Lokalisierungsmanagers, der die Prozesse, die Technologie und die Mitarbeiter verwaltet.

  • Partnerschaft mit einem Sprachdienstleister:

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: die Zusammenarbeit mit auf eine Sprache spezialisierten Dienstleistern (Single Language Vendors, SLV) oder mit Dienstleistern, die mehrere Zielsprachen abdecken (Multi Language Vendors, MLV). Wenn Sie die Hilfe eines Sprachdienstleisters in Anspruch nehmen, können Sie in der Regel auf einen breiten Pool an Fachwissen zurückgreifen und auch bei großen Projekten schnelle Durchlaufzeiten erzielen.

Unabhängig davon, welchen Ansatz Sie verfolgen, ist es einfacher, den Lokalisierungsprozess zu steuern, wenn Sie die Kontrolle über das verwendete TMS haben. In dieser Konstellation haben Sie volle Kontrolle über Ihre Inhalte und Übersetzungsressourcen, welche sicher in Ihrem TMS gespeichert sind. Sie können auf einfache Weise Kosten und Einsparungen im Blick behalten; Sie können das TMS in andere von Ihrem Unternehmen verwendete Plattformen integrieren – und Sie müssen sich keine Sorgen machen, die einmal gewählte Plattform eines Anbieters nicht mehr verlassen zu können („Vendor lock-in“).

Weitere Vorteile eines Übersetzungsmanagementsystems

Sobald Sie die AEM-Plattform an ein TMS angebunden haben, müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern, Ihre Inhalte von einer Plattform herunter- und auf eine andere Plattform hochzuladen. Kein „Copy & Paste“ aus Excel-Dateien mehr; kein Chaos mit per E-Mail verschickten Anhängen auf verschiedenen Ständen. Nutzen Sie stattdessen die Integration, um Ihre Dateien zur Übersetzung direkt von AEM in Ihr TMS zu exportieren.

Zusammenarbeit in der Cloud

Marketing ist praktisch immer Teamwork – das gilt auch für die Lokalisierung Ihrer Inhalte. Der externe Sprachdienstleister und Ihr internes Team müssen in der Lage sein, sich über knifflige Übersetzungen oder inkonsistente Terminologie auszutauschen. Wenn Ihr TMS Cloud-basiert ist, können Sie problemlos Verbindungen zu anderen Cloud-basierten Systemen herstellen. Alle Beteiligten können dann in Echtzeit dieselbe Online-Umgebung nutzen – unabhängig davon, wo sie sich befinden.

Nutzung von Übersetzungsressourcen

Ein TMS umfasst praktisch immer Komponenten wie Termbanken (TB) und Translation Memorys (TMs), mit denen Sie die Konsistenz Ihrer Übersetzungen verbessern und die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen können. Eine Termbank ist eine mehrsprachige Datenbank, in der die unternehmensbezogene Terminologie gespeichert wird – beispielsweise Slogans, Claims oder Produktmerkmale. So können auch Teams mit mehreren Übersetzern auf standardisierte Begriffe und Aussagen zugreifen. Auch Translation Memorys sind Datenbanken, in denen übersetzte Texte in Form von Segmenten gespeichert werden. Wenn Sie häufig Texte mit ähnlichen Inhalten übersetzen, kann das Translation Memory diese ähnlichen Segmente erkennen und dem Übersetzer automatisch zur Wiederverwendung anbieten, wodurch natürlich Arbeitsstunden eingespart und Kosten gesenkt werden.

Weiterhin können Systeme für die maschinelle Übersetzung (Machine Translation, MT) integriert werden. Die meisten Übersetzungsmanagementsysteme erlauben den Zugriff auf eine Vielzahl von MT-Engines, beispielsweise Google Translate oder Microsoft Translator. Wenn das TMS in den vorliegenden Translation Memorys und Termbanken keine Einträge mit hoher Übereinstimmung („Matches“) findet, können stattdessen Übersetzungsvorschläge aus der MT-Engine verwendet werden. Die Qualität dieser Übereinstimmungen hängt von der Art der Inhalte ab. Grundsätzlich gilt: Je „freier“ und kreativer die zu übersetzenden Inhalte sind, um so stärker variiert die Qualität der maschinellen Übersetzung. In vielen Fällen eignen sich die Vorschläge der MT-Engine jedoch zumindest als Rohmaterial. Technologieanbieter bieten heute auch immer öfter Lösungen, die eine zeitnahe Einschätzung der Qualität maschineller Übersetzungen ermöglichen, um den Übersetzungsprozess effizienter zu gestalten. Auch die automatisierte Auswahl der am besten für ein Projekt geeigneten MT-Engine ist heute möglich.

Im Kontext übersetzen

Grundsätzlich gilt beim Übersetzen: mehr Kontext sorgt für bessere Ergebnisse. Kontext stellt Texte in einen größeren Zusammenhang und erleichtert das Verständnis. Manche Übersetzungsmanagementsysteme wie Memsource ermöglichen beim Übersetzen von AEM-Seiten, Adobe InDesign-Dateien und vielen anderen Dateitypen die Echtzeit-Vorschau. Übersetzer können sich bei der Arbeit wahlweise den Quell- oder Zieltext als Kontext anzeigen lassen und Formatierungs- und Layoutprobleme gegebenenfalls gleich beheben, ohne zwischen ihrem Übersetzungstool und den Originaldateien hin- und herwechseln zu müssen.

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Und wie wird Ihr Übersetzungsworkflow aussehen?

Wahrscheinlich sehen Sie nun schon, welche Vorteile ein Übersetzungsmanagementsystem für die Globalisierung Ihrer Inhalte bietet. Aber wie wird sich der eigentliche Übersetzungs-Workflow gestalten? So könnte es mit Memsource aussehen:

1.) Senden Sie Ihre Seiten zur Übersetzung direkt an den Adobe Experience Manager.

Um Übersetzungsprojekte zu erstellen, müssen Sie Ihr AEM-Konto nicht verlassen. Dieses Video führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess. Wenn Sie in Memsource für eine Kampagne verschiedene Arten von Inhalten übersetzen, können Sie all diese Inhalte in einem einzigen Übersetzungsprojekt bündeln.

2.) Übersetzen Sie in Memsource.

Je nach gewählter Konfiguration kann es bei diesem Schritt Abweichungen geben. Entweder erhalten Ihre internen Übersetzer oder beauftragte Übersetzungsdienstleister zunächst automatische Benachrichtigungen über Inhalte, die übersetzt werden sollen. Anschließend übersetzen sie dann im Übersetzungsmanagementsystem. Oder Sie übertragen Übersetzungsprojekte dem beauftragten Sprachdienstleister. Die Memsource-Editoren sind für die Übersetzung von AEM-Inhalten optimiert, insbesondere mit der oben genannten Funktion zur kontextbezogenen Vorschau.

3) Verwalten Sie die Übersetzungen innerhalb des AEM.

Ein Plattformwechsel ist nicht erforderlich. Sie können innerhalb des AEM bleiben, um abgeschlossene Übersetzungen freizugeben. Wenn es erforderlich ist, können Sie abgeschlossene Übersetzungen auch kommentieren und sie zur Überarbeitung zurücksenden, wenn bei der Prüfung Probleme gefunden werden.

4) Veröffentlichen Sie die übersetzten Inhalte im AEM.

Freigegebene Inhalte werden automatisch an den AEM gesendet, wo Sie sich eine Vorschau der Seite anzeigen lassen und diese dann veröffentlichen können.

Nehmen Sie in diesem Jahr am (digitalen) Adobe Summit teil?

Wenn Sie mehr über effektive Möglichkeiten zur Lokalisierung Ihrer Inhalte erfahren möchten, steht Ihnen das Memsource-Team auch im Rahmen der „virtuellen“ Veranstaltung gerne Rede und Antwort. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Wir erläutern Ihnen gerne den gesamten Übersetzungsprozess und beantworten alle Ihre Fragen.

Erfahren Sie, wie Sie das Memsource AEM Plugin für nahtlose Lokalisierungsabläufe nutzen können. Nehmen Sie an unserem Webinar teil.

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Von: Lara-Ashleigh Pieterse
Von: Lara-Ashleigh Pieterse

Content Manager bei Memsource