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Einfach im Gespräch bleiben: Kommentare in Übersetzungsprojekten

Einfach im Gespräch bleiben: Kommentare in Übersetzungsprojekten

Zu praktisch jedem Projekt, bei dem Inhalte erstellt und übersetzt werden, gehören auch „Metadaten“ – also Inhalte über Inhalte. Am wichtigsten sind dabei natürlich Kommentare der am Projekt Beteiligten. Hierzu gehören:

  • Anweisungen an Übersetzer und Grafikdesigner von den Autoren oder Redakteuren
  • Inhaltliche Fragen der Übersetzer
  • Anmerkungen der Übersetzer zu Fehlern oder Unstimmigkeiten im Quelltext
  • Erläuterungen der Übersetzer zu ihren Übersetzungen; alternative Übersetzungsvarianten

Das klassische Medium für all dies ist natürlich E-Mail, heutzutage oft auch Slack oder ein vergleichbares Messaging-System. Doch keine technische Lösung ist perfekt – vor allem, wenn ein verteilt arbeitendes Team unter Zeitdruck arbeitet. Typische Probleme sind Verzögerungen („Das hätten wir früher wissen müssen!“), unklare Bezüge („Wo genau soll ich das ändern?“) und ein zu kleiner oder großer Empfängerkreis.

Bei einem größerem Übersetzungsprojekt sollten grundsätzliche Informationen natürlich an alle Projektbeteiligten geschickt werden. Bei der Arbeit mit Freelancern empfiehlt es sich, die eigentlichen Adressaten im BCC-Feld des E-Mail-Programms einzutragen, damit sie nicht für jedermann sichtbar werden. Das verhindert zum einen Verletzungen der Privatsphäre – nicht jeder möchte, dass seine E-Mail-Adresse für Dritte sichtbar wird. Zum anderen wird so vermieden, dass ein unvorsichtiges „Antwort an alle“ E-Mail-Kaskaden auslöst, die möglicherweise nur für wenige Projektbeteiligte von Interesse sind.

Bei Fragen zur eigentlichen Übersetzung kostet oft schon das Identifizieren der Textstelle viel Zeit („Soll das Zitat auf Seite 23 nach dem 2. Absatz in Englisch bleiben?“) Eine moderne CAT-Software wie Memsource bietet hier eine viel elegantere Alternative: Die Frage kann vom Übersetzer als Kommentar direkt am betreffenden Segment platziert werden. Es genügt ein Klick auf das Sprechblasen-Symbol.

Das in Memsource integrierte Kommentarsystem

Der Projektmanager wiederum kann die Fragen an derselben Stelle beantworten, gegebenenfalls sogar den Quelltext oder die Übersetzung anpassen. Abschließend wird die Frage, wenn das Problem beseitigt ist, als „Erledigt“ markiert. Auch kann man sich in E-Mails auf die Nummer des betreffenden Segments beziehen.

Noch effektiver wird dieses Verfahren durch die Möglichkeit, umfangreiche Projekte zu filtern. Der Projektmanager kann zum Beispiel gezielt nach Segmenten mit offenen Fragen suchen und diese dann en bloc klären.

Gefilterte Anzeige aller Segmente mit Kommentaren

Wenn der Zeitrahmen eines umfangreichen Projekts es erlaubt, kann es auch sinnvoll sein, quasi als Vorhut erst einen besonders „scharfsichtigen“ und mit der Materie vertrauten Übersetzer seine Arbeit machen zu lassen. Wenn er Fehler oder Unstimmigkeiten im Quelltext findet, können diese korrigiert / geklärt werden, bevor zehn weitere Übersetzer über dasselbe Problem stolpern.

Teamwork beim Feinschliff

Wenn ein komplexes Dokument (beispielsweise eine Broschüre) in der CAT-Software übersetzt wurde, wird es anschließend exportiert und gegebenenfalls nachbearbeitet. Im Layout erscheinen Texte buchstäblich in einem ganz anderen Licht – und gerade Personen, die nicht hauptberuflich Texte bearbeiten, bevorzugen in der Regel die „WYSIWYG“-Darstellung.

Wenn die übersetzten und gestalteten Dokumente kommentiert werden sollen, ist das Medium E-Mail nicht die beste Wahl. Denn dann werden oft sehr umfangreiche PDFs als Anhänge verschickt, und die Kommentare mehrerer Korrekturleser müssen separat abgearbeitet werden – ein mühseliges und redundantes Verfahren. Besser ist die Verwendung einer Lösung, bei der PDFs von den Beteiligten „live“ kommentiert werden können. Google Drive, Dropbox und andere Cloud-Dienste unterstützen diese Arbeitsweise. Ein Vorteil ist, dass alle Projektbeteiligten die Kommentare der Kollegen sehen. So wird doppelte Arbeit vermieden.

Die Voraussetzungen und Tools für digitales, verteiltes Arbeiten ändern sich ständig. Grundsätzlich sollte jedoch das Duplizieren von Daten und Arbeitsschritten vermieden werden. Webbasierte, in Echtzeit aktualisierte Systeme machen auch beim Kommentieren allen Beteiligten das Leben einfacher. Nicht umsonst heißt es „Let’s make sure we are the same page“.


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