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Vermeiden Sie diese Probleme bei der Verwendung maschineller Übersetzung

Häufige Herausforderungen bei der maschinellen Übersetzung

Maschinelle Übersetzung spielt eine immer größere Rolle. Aber neue Technologien bringen auch neue Probleme mit sich, die es zu erkennen und vermeiden gilt. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Memsource Ihnen helfen kann, häufige Fallen bei der maschinellen Übersetzung zu vermeiden.

Haben Sie maschinelle Übersetzung (MT) bei sich noch nicht implementiert? Kein Problem. In einem anderen Artikel stellen wir Schritt für Schritt dar, wie Sie maschinelle Übersetzung erfolgreich implementieren.

Ansonsten können Sie hier weiterlesen – und die Gewissheit genießen, dass Sie mit Memsource das Potenzial maschineller Übersetzung voll ausschöpfen können.

Unvorhersehbare Qualität

Die Qualität maschinell übersetzter Texte steigt noch immer. Viele Übersetzer sind heute damit beschäftigt, maschinell übersetzte Texte zu bearbeiten (das sogenannte „Machine Translation Post-Editing“). Aber die Qualität maschinell übersetzter Texte variiert noch immer erheblich. Oft müssen Übersetzer zahlreiche maschinelle Übersetzungen minderer Qualität sichten – während andere Segmente nur geringfügig korrigiert werden müssen oder gar unverändert übernommen werden können. Die Qualität moderner neuronaler Übersetzungssysteme hat sich so weit verbessert, dass manchmal nur noch kleine Fehler verbleiben, die selbst für einen erfahrenen Korrektor nur schwer zu erkennen sind.

MTQE ist die neueste KI-basierte Funktion von Memsource. Sie stellt Qualitätskennzahlen für maschinell erstellte Übersetzungen zur Verfügung, noch bevor die Nachbearbeitung begonnen hat. Somit können verlässlichere Vorhersagen über die Nützlichkeit einer maschinellen Übersetzung getroffen werden, und die Nachbearbeitung gestaltet sich effizienter.

Wenn Sie in den Urlaub fahren, buchen Sie dann ein Hotel, ohne die Bewertungen anderer Gäste zu lesen oder sich zumindest das Ranking des Hotels auf einem der großen Webportale anzusehen? Wenn Sie diese Frage bejahen, sind Sie mutiger als die meisten anderen Menschen – und vermutlich hat Sie dieser Mut dann auch schon an weniger attraktive Orte geführt. Wenn Sie hingegen wissen möchten, was Sie erwartet, werden Sie auch verstehen, warum MTQE eine wertvolle Funktion für den Übersetzungsprozess ist. Mit Hilfe von MTQE können Sie besser abschätzen, ob sich die Verwendung von MT für ein konkretes Projekt lohnt. Sie können den Nachbearbeitungsaufwand und die hierfür erforderliche Zeit besser einschätzen und die Qualität verschiedener MT-Engines vergleichen. Sie können also wie bei einem Urlaubsportal aufgrund klarer Kriterien entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

Möchten Sie erfahren, wie andere Benutzer MTQE zur Optimierung ihrer MT-Strategie eingesetzt haben? Dann schauen Sie sich dieses Webinar an.

Um mit maschineller Übersetzung noch bessere Ergebnisse zu erzielen, können Sie mit Hilfe von Memsource auch für jedes einzelne Sprachpaar in einem Projekt eine andere MT-Engine auswählen. Wenn Sie an Projekten mit mehreren Sprachpaaren arbeiten, ist es nicht immer möglich, eine MT-Engine zu finden, die alle erforderlichen Kombinationen abdeckt. Durch die Auswahl bestimmter Engines für einzelne Sprachpaare und entsprechende Tests (die Sie mit MTQE durchführen können), können Sie sicherstellen, dass Sie für jedes Sprachpaar das optimale Ergebnis erhalten.

Überwachung der MT-Nutzung

Was bringt Ihnen die Verwendung von maschineller Übersetzung? Diese Frage ist vor allem dann schwer zu beantworten, wenn mehrere Engines zum Einsatz kommen. Anstatt entsprechende Daten bei einzelnen MT-Anbietern zu sammeln, können Sie Memsource nutzen, um alle relevanten Informationen zentral abzurufen. Dashboards erlauben es Ihnen, die mit maschineller Übersetzung (MT) erzielbaren Ergebnisse mit der Verwendung von Translation Memorys (TM) zu vergleichen. Lassen Sie sich die Einsparungspotenziale durch MT errechnen und vergleichen Sie die Leistungen verschiedener MT-Engines.

Sie können auch die Funktion von Memsource zur Verwaltung von MT-Engines verwenden, um auf einen Blick zu sehen, wie viele Zeichen Sie innerhalb der letzten 30 Tage per MT übersetzt haben. Außerdem sehen Sie, wie groß das verbleibende Kontingent für jede einzelne Engine ist, ohne dass Sie hierfür von Memsource zu einer anderen Plattform wechseln müssten.

Kosten für Korrektorat

Wenn Sie erstmals maschinelle Übersetzung in Ihren Übersetzungsablauf integrieren, ist es wichtig, ein Zahlungsmodell zu definieren, das den Zeitaufwand für die Nachbearbeitung maschinell übersetzter Segmente (das Post-Editing) abbildet und sicherstellt, dass Sie durch die MT-Integration tatsächlich einen möglichst hohen Wert erzielen. Der traditionelle Ansatz ist die Erstellung eines Angebots auf Grundlage einer Analyse, die zu Beginn des Übersetzungsprojekts durchgeführt wird – der sogenannten Standardanalyse. Dabei werden Übereinstimmungen (Matches) aus dem TM sowie nicht übersetzbare Inhalte (NT) wie zum Beispiel Zahlen identifiziert. Anschließend wird dann oft eine gewichtete Bewertung auf der Grundlage dieser Analyse erstellt. Eine solche Gewichtung heißt bei Memsource „Nettopreisschema“. Ein solches Nettopreisschema erlaubt es Ihnen, auf der Grundlage Ihrer Übersetzungstarife automatisch Angebote zu erstellen. Je nach Qualität der via Translation Memory bereitgestellten oder als nicht übersetzbar identifizierten Segmente können Sie dann Rabatte für die Nachbearbeitung gewähren.

Wenn Sie MT implementiert haben, können Sie bei der Rabattierung auch die Qualität der per MT übersetzten Segmente einbeziehen.

In Memsource gibt es zwei Möglichkeiten, diese Funktionalität auf einfache Weise zu nutzen:

Qualitätseinschätzung der maschinellen Übersetzung  

Mit MTQE können Sie die oben genannte Standardanalyse ausführen und sich die MT-Qualitätskennzahlen (85 bis 100%) sowie die TM- und NT-Qualität aufgeschlüsselt anzeigen lassen. Sie können dann ein Nettopreisschema auf diese Analyse anwenden, um ein präziseres Angebot für die Nachbearbeitung abgeben zu können.

Post-Editing-Analyse

Ergänzend zur anfänglichen Standardanalyse sollten Sie nach dem Abschluss eines Übersetzungsauftrags eine Post-Editing-Analyse ausführen. Sie stellt den Nachbearbeitungsaufwand auf der Grundlage der Bearbeitungsdifferenz dar. Wenn beispielsweise ein MT-Vorschlag ohne weitere Bearbeitung übernommen wurde (das heißt: wenn der Übersetzer ihn überhaupt nicht ändern musste), würde er in der Analyse als 100%ige Übereinstimmung erscheinen. Wenn der Übersetzer das betreffende Segment hingegen überarbeitet, wird es – je nach Umfang der Bearbeitung – in einer der unteren prozentualen Kategorien erscheinen. Die Post-Editing-Analyse berücksichtigt auch den Umfang der Bearbeitung von TM- und NT-Segmenten. Sie sollten – wie bei der anfänglichen Standardanalyse – Ihr Nettopreisschema auf diese Analyse anwenden, um eine angemessene Vergütung für den Nachbearbeitungsaufwand zu berechnen.

Machine Translation Quality Estimation